Erben und Vererben

Wer das Schicksal seines Vermögens für die Zeit nach seinem Tod regeln, d.h. nicht dem Zufall überlassen möchte, bedarf im Regelfall der juristischen Begleitung. Der Notar ermittelt im gemeinsamen Gespräch die Gestaltungsziele und Wünsche des Erblassers, berät zu den rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Testamentsgestaltung und entwirft sodann die für den jeweiligen Erblasser maßgeschneiderte Lösung, u.U. auch in enger Zusammenarbeit mit weiteren Beratern, z.B. Ihrem Steuerberater oder Rechtsanwalt. Dabei kommen neben z.B. steuer- und pflichtteilsrechtlichen Aspekten auch die Vor- und Nachteile der lebzeitigen Übertragung von Vermögen ausführlich zur Sprache.

Eine notarielle Verfügung von Todes wegen muss unter dem Strich nicht zu Mehrkosten führen: Liegt ein notariell beurkundetes Testament oder ein Erbvertrag vor, ist im Regelfall ein Erbschein entbehrlich, dessen Kosten die Erben dann sparen.

Nach Eintritt eines Todesfalles leistet der Notar Hilfestellung z.B. bei der Berichtigung von Grundbüchern. Vor allem dann, wenn der Erblasser keine notarielle Verfügung von Todes wegen hinterlassen hat, benötigen die Angehörigen zur Regelung sämtlicher Nachlassangelegenheiten häufig einen Erbschein. Diesen erteilt das zuständige Amtsgericht auf der Grundlage eines Antrags, den meist ein Notar vorbereitet und beurkundet.